Hospiz macht Schule

"Die Beschäftigung mit dem Sterben/Tod öffnet einen Kanal für ein aktiveres Leben!" (Birgit Sch./ Lehrerin)

Trauer trifft nicht nur Erwachsene - auch Kinder und Jugendliche trauern: über das Versterben der Großeltern, die Trennung der Eltern, einen kranken Freund oder den Tod eines Haustieres. In schulischen Projekttagen bearbeiten speziell geschulte MitarbeiterInnen altersgerecht die Themen Verlust und Trauer. Aus personellen Gründen kann der Hospizverein allerdings nur eine begrenzte Anzahl an Projekten pro Jahr durchführen oder begleiten. Es empfiehlt sich eine frühzeitige Kontaktaufnahme.
 

Unsere Angebote:

Grundschule / 5-tägige Projektwoche

Das Konzept ist gedacht für Kinder der 3. und 4. Klasse und wird von fünf bis sechs Ehrenamtlichen*) durchgeführt. So ist gewährleistet, dass die Kinder in Kleingruppen ausreichend zu Wort kommen und sie ihre Fragen in einem geschützten Rahmen stellen können.

Die Projektwoche macht Kindern sinnlich erfahrbar, dass Leben und Sterben untrennbar miteinander verbunden sind. Jeder Tag hat einen neuen Themenschwerpunkt:

1. Tag: Werden und Vergehen - Wandlungserfahrungen
2. Tag: Krankheit und Leid
3. Tag: Sterben und Tod
4. Tag: Vom Traurig-Sein
5. Tag: Trost und Trösten

Die Themenschwerpunkte werden den SchülerInnen in altersgerechter Form nahegebracht - durch Geschichten, mit Bilderbüchern und Filmausschnitten, durch Fantasiereisen, Meditationen und Musik. Die Kinder malen Bilder, gestalten Collagen und sind eingeladen, ihre Gefühle pantomimisch darzustellen. Nicht zuletzt lernen sie auch die Jenseitsvorstellungen anderer Religionen kennen. Bei einem Abschlussfest am letzten Tag werden die Ergebnisse der einzelnen Tage den Eltern präsentiert.

Grundschule-TeamDas Grundschul-Team Jeanette Jorde, Kerstin Fröhlich, Sabine Voeth

Sekundarstufe / 4-tägiges Projekt

Jeder Jugendliche wird über die Medien täglich mit ca. 100 Toten konfrontiert - fiktionalen und realen. Der Tod ist scheinbar zu einem etwas Alltäglichen geworden. Trotzdem wird seine Realität im familiären und persönlichen Miteinander weitgehend ausgeblendet.

Das 4-tägige Projekt richtet sich an SchülerInnen von 9. und 10. Klassen und möchte die Themen Krankheit, Abschied und Tod aus der gesellschaftlichen Verdrängung zurück in das allgemeine Bewusstsein holen. Anders als Erwachsene haben Jugendliche sehr viel weniger Scheu, sich der Begrenztheit des menschlichen Lebens zuzuwenden. Diese Chance gilt es zu nutzen.

Ähnlich wie beim Projekt in der Grundschule bauen die einzelnen Tage didaktisch und inhaltlich aufeinander auf. Gruppendynamische Übungen, informative, spielerische und kreative Prozesse wechseln sich ab.

Jeanette Jorde, Peter Bauhaus, Kerstin Fröhlich Das Sekundarstufe-Team  Jeanette Jorde, Peter Bauhaus, Kerstin Fröhlich

Die Projekttage werden von eigens geschulten Ehrenamtlichen*) durchgeführt. Um jede Form von Leistungsdruck zu vermeiden und eine möglichst private, nicht-schulische Atmosphäre zu schaffen, finden die Projekttage in aller Regel ohne den Lehrer / die Lehrerin statt. In einer besonderen Unterrichtseinheit am letzten Tag berichten die SchülerInnen ihm bzw. ihr, was sie während der Projekttage erfahren und erlebt haben. Eine inhaltliche Zusammenfassung, die ganz nebenbei noch einmal zur Selbstreflexion einlädt.

Einzelne Unterrichtseinheiten

Ehrenamtliche MitarbeiterInnen des Vereins kommen auf Wunsch auch für einzelne Unterrichtseinheiten in die Schule. In einer Doppelstunde etwa können SchülerInnen einen ersten Einblick in die Thematik gewinnen, Details über die praktische Hospizarbeit erfahren und z.B. ausführliche Antworten auf vorher eingeholte Fragen bekommen. Einzelne Unterrichtseinheiten eignen sich auch als guter Test, ob ein ganzer Projekttag oder eine ganze Projektwoche für Schule und Schüler in Frage kommen.

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